Prednisolon

Prednisolon (früher auch Metacortandracin genannt) ist ein künstliches Glucocorticoid. Zunächst ist es eine Vorstufe, und wird im Anschluß daran in der Leber in die aktive Substanz Prednisolon umgewandelt.

Prednison ist ein hochwirksames immunsupprimierendes sowie immunmodulierendes Mittel. Mediziner setzen es bei vielen Erkrankungen ein, bei denen das Immunsystem ursächlich beteiligt ist, wie z.b.(Autoimmunerkrankungen), eine Entzündungsreaktion des Körpers nicht erwünscht ist (etwa Asthma oder Allergie) oder z. B. zur Verhinderung einer Abstoßungsreaktion nach Organtransplantation.

Außerdem wird Prednisolon im Rahmen der Chemotherapie verschiedener Krebsarten (z. B. Akute lymphatische Leukämie, Hodgkin-Lymphom, Non-Hodgkin-Lymphom) eingesetzt.

Wenn Prednison länger als sieben Tage eingenommen wird, kommt es zur Einschränkung der körpereigenen Produktion der Glukokortikoide in der Nebenniere und zur Abhängigkeit von der künstlichen Prednisonzufuhr. Aus diesem Grund sollte Prednison nicht abrupt abgesetzt werden, wenn die Behandlung länger als 1–2 Wochen[4][5] andauert, sondern die Dosis muss langsam reduziert werden. Diese Entwöhnung dauert meist nur wenige Tage nach einer kurzfristigen Prednison-Einnahme, kann aber nach einer Langzeitbehandlung Wochen oder sogar Monate dauern.

Abrupter Prednison-Entzug kann zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, die mit der Addison-Krankheit verwandt sind (Addison-Krise).

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