Methandienone

Früher setzte man Präparate wie Methandienone häufig ein, um Patienten nach zehrenden Krankheiten wie Krebs oder schweren Infektionen aufzupäppeln. Denn Methandienone fördern unter anderem den Aufbau von Muskelgewebe und die Blutbildung. Als Hormonersatztherapie ist künstliches Testosteron nach einer operativen Entfernung oder bei einer Funktionsstörung der Hoden unverzichtbar.


Pharmakologie
Methandienon ist durch seine Methylierung ein 17α-alkyliertes Steroid. Diese Alkylierung bedingt, dass Methandienon nur einem geringen First-Pass-Effekt unterliegt, also oral eingenommen werden kann. Gleichzeitig weist es eine geringere Affinität sowohl zu Androgenrezeptoren als auch zum sexualhormonbindenden Globulin (SHGB) auf. Da nur freie, also nicht an SHGB gebundene Androgene wirksam sind, ist Methandienon in summa deutlich aktiver als Testosteron. Andererseits aromatisiert es leichter zum entsprechenden Östrogen.

Es wurde 1955 von dem amerikanischen Arzt John Ziegler erstmals synthetisiert. Er verkaufte die Rechte 1956 an Ciba-Geigy (Basel),[2] die das Präparat ab 1960 unter dem Handelsnamen Dianabol® vertrieben.

Quelle: Wikipedia

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